Gemeinsame Ausbildung von DRK und FF Rotenburg

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK)  OV Rotenburg, die Notärzte und die Mitarbeiter des Notarztdienstes aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie die Feuerwehr Rotenburg haben eine gemeinsame Übung mit dem Schwerpunktthema " Rettung von Personen aus Wohnungen und schwer zugänglichen Bereichen"

durchgeführt. Außerdem wurde der neue "Schwerlastretter" des DRK KV Rotenburg, der bei Transporten von extrem adipösen Patienten zum Einsatz kommt, ausführlich vorgestellt. Nach einer theoretischen Unterweisung im Rotenburger Feuerwehrgerätehaus wurde eine Stationsausbildung mit drei

Ausbildungseinheiten durchgeführt.   

Die erste Station war die Ausbildung an der Rotenburger Drehleiter, wo von Andreas Münscher die Funktion der Personenrettung mittels des Tragen-Systems der Drehleiter genauer erklärt wurde. Die neue Drehleiter kann im Korb max.

400 kg zuladen, damit können auch schwerere Patienten gerettet werden. Das Anbausystem, welches auf dem Korb der neuen Drehleiter angebracht werden kann, ermöglicht neben der Standard Feuerwehrtrage auch die Nutzung einer Schleifkorbtrage und der Strykertrage vom Rettungsdienst. An der zweiten Station wurde der "Schwerlast" Rettungswagen durch Bernd Hildebrand und Sven Kastenhuber ausführlich erklärt. Die spezielle Trage des Fahrzeugs kann Patienten bis 300 kg Körpergewicht aufnehmen.  Der Rettungswagen läuft im sogenannten Regelrettungsdienst und wird bei Bedarf erst umgebaut. Da das Fahrzeug überwiegend bei Rettungseinsätzen und Krankentransporten unterwegs ist kann es sein, dass mit einer Vorlaufzeit bis zu einer Stunde gerechnet werden muss, bis das Fahrzeug einsatzbereit ist. Weiterhin wurde ein neuer Tragestuhl vorgestellt, der ebenfalls für schwergewichtige Patienten eingesetzt wird. Dieser Tragestuhl ist mit einer elektrisch betriebenen Raupenkette ausgestattet, welche einen schonenden Transport über gerade Steintreppen ermöglicht.

An der dritten Station wurde der Gerätewagen Logistik /GW-L) von Jörg Fleischhut vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die große Schwerlastschleifkorbtrage gelegt. Diese kann aufgrund Ihrer Größe, neben dem Patienten, auch die technischen Geräte des Rettungsdienstes aufnehmen.

Diese Trage kann zwar nicht auf der Drehleiter verbaut werden, ist aber für den Transport im Treppenhaus und im freien Gelände durch die vielen Griffe rundherum geeignet. Zudem kann die Trage unter den Korb der Drehleiter oder an den Ladekran angehängt werden. Der GW-L verfügt über einen solchen Ladekran, der das Heben von Lasten bis 1.000 kg an der Spitze ermöglicht. 

Nach der Stationsausbildung wurde eine Stellprobe der Drehleiter und eine Personenrettung über die Schleifkorbtrage durchgeführt.

 

Ansprechpartner

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Verein
Tino Knierim-Prinz
06623/410219
Email