Jahreshauptversammlung der Rotenburger Feuerwehren 2017

Jahresbericht Stadtbrandinspektor

Mit den Worten „In schwierigen Zeiten Kurs halten“ begann Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut seinen Jahresbericht, nachdem er die die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie die Ehrengäste der anderen Hilfsorganisationen und aus der Politik im Rotenburger Bürgerzentrum begrüßt hatte.
Die Feuerwehren der Stadt Rotenburg an der Fulda (Kreis Hersfeld-Rotenburg) können im Einsatzfall auf 183 männliche und 12 weibliche Aktive in den Stadtteilwehren zurückgreifen. Dank 11 neuen Mitgliedern konnte die Mitgliederzahl zum Vorjahr (196) stabil gehalten werden.

Im vergangenen Jahr konnten einige Quereinsteiger für die Einsatzabteilung gewonnen werden, außerdem wechselten wieder einige Jugendliche von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilungen berichtet der Stadtbrandinspektor.

Um die Tagesalarmsicherheit zu verbessern, wurden im vergangenen Jahr Gewerbebetriebe in Rotenburg angeschrieben und für die Feuerwehrarbeit geworben.
Die Firma Avia Kurt Günther meldetet sich daraufhin und stellt ab sofort Ihren Mitarbeiter Matthias Reim für Einsätze während seiner Arbeitszeit frei. Daher leistet Kurt Günther einen positiven Beitrag zum Brandschutz (siehe Extra Artikel „Partner der Feuerwehr).

Ausbildung hat immer höheren Stellenwert

Ein gute Aus-und Weiterbildung ist im aktiven Feuerwehrdienst unerlässlich. Daher geht die Feuerwehr Rotenburg auch hier neue Wege. Neben 115 Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene werden unter anderem standortübergreifende Ausbildungen angeboten und externe Trainer organisiert. Eine gemeinsame Atemschutzausbildung wurde wieder organisiert und durch die Firma Drehleiter.info wurde zum eine professionelle Ausbildung für die Drehleitermaschinisten durchgeführt. Für 2017 ist eine weitere Drehleiterausbildung sowie eine Ausbildung für Atemschutzgeräteträger in Höxter geplant.   

 

Einsätze

Zu insgesamt 119 Einsätzen der unterschiedlichsten Kategorien mussten die Rotenburger Wehren ausrücken. 50  Hilfeleistungen, 43 Brandeinsätze 15 sonstige Dienstleistungen und ein Fehlalarm sowie  wie 6 Brandsicherheitsdienste und 4 Brandschutzerziehungen wurden von den Einsatzkräften bewältigt.

 

Baumaßnahmen Gerätehäuser

Neben dem Neubau in Kernstadt wurden die vom technischen Prüfdienst des Landes  geforderten Maßnahmen in Braach, Seifertshausen und Mündershausen angegangen. In Braach konnte ein Nebenraum des Dorfgemeinschaftshauses, überwiegend in Eigenleistung, als Umkleide hergerichtet werden. In Seifertshausen und in Mündershausen wurde mit den Planungen begonnen. Da die Maßnahmen durch das Kommunale Investitionsprogramm KIP  gefördert werden, müssen diese noch in 2017 umgesetzt werden.  Beim Neubau in der Kernstadt sind die Planungen im vollen Gang und die Zeichnungen sind fertiggestellt. Besonders die Ideen der 10 Projektgruppen wurden mit dem Planungsbüro Stark Architekten besprochen und in die Pläne eingearbeitet, berichtet Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut, der damit allen Helfern dankte.

 

Fahrzeuge und Ausrüstung

Im vergangenen Jahr wurden  zwei neue Fahrzeuge beschafft und mit der Ersatzbeschaffung für Feuerschutzkleidung begonnen.

Die Feuerwehr Lispenhausen bekam ein Mannschaftstransportfahrzeug und der 19 Jahre alte Kommandowagen des Stadtbrandinspektors wurde ersetzt. Im Bereich Feuerschutzkleidung wurden neue Wege gegangen. Nach zahlreichen Tragetest und Bewertungen wurde eine Kleidung mit optimalem Schutz und guten Tragekomfort gewählt. Diese erfüllt alle Normen, hat eine größere Schutzwirkung und ist leichter als die Bisherige, was im Einsatz von Vorteil ist.

   

IuK Gruppe

Die IuK Gruppe der Feuerwehr Rotenburg hat im vergangenen Jahr einen neuen ELW 2 vom Land Hessen erhalten und hatte daher einen erhöhten Ausbildungsbedarf. Dank des überdurchschnittlichen Engagements von allen Mitgliedern der IuK Gruppe wurde die neue Technik an zahlreichen zusätzlichen Übungsabenden unter die Lupe genommen.  

 

Zusammenlegung Feuerwehren Seifertshausen / Dankerode

Zum 01.01.2017 wurden die Feuerwehren Dankerode und Seifertshausen zusammengelegt. Da alle aktiven Mitglieder in diesem Prozess involviert waren, sind die Kameraden von Dankerode bereits nach einem viertel Jahr ein fester Bestandteil der Seifertshäuser Wehr.

Die Feuerwehrvereine bleiben weiterhin eigenständig und fördern die Feuerwehrarbeit.

 

Jahresbericht Stadtjugendfeuerwehrwart

Eine positive Bilanz konnte Stadtjugendwart Torsten Schulz ziehen. Im Stadtgebiet gibt es seit der Reaktivierung der Feuerwehr Lispenhausen wieder 4 Jugendfeuerwehren mit 63 Mitgliedern. Dazu kommen noch die Mädchen und Jungen in den Bambini Gruppen.

Auch hier gibt es neben den Rotenburgern Löschzwergen jetzt auch eine Gruppe in Lispenhausen, die Lispenhäuser „Feuerhirsche“.

Jörg Fleischhut berichtete für den verhinderten Stadtjugendwart von den Aktionen der Jugendfeuerwehren und Bambinis. Besonders wurde die Fuldauferolympiade zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Rotenburg sowie die Abnahme der Jugendflamme beschrieben.  

 

Alters- und Ehrenabteilung

Manfred Schmidt berichtete über die Aktivitäten der Mitglieder der Alters und Ehrenabteilung. So wurde eine Halbtagesfahrt und ein Grillnachmittag durchgeführt. Besonders der Seniorennachmittag im November fand sehr guten Anklang und soll in diesem Jahr in Braach wiederholt werden.  

 

Bürgermeister Christian Grunwald

Der Bürgermeister danke allen Einsatzkräften für die geleistete Arbeit im vergangen Jahr und berichtete von seinem eigenen Grundlehrgang und der positiven Erfahrungen mit den Kameraden. Eine funktionierende Feuerwehr ist für die Sicherheit der Bürger unerlässlich , so Grunwald. Und das unsere Feuerwehr funktioniert haben die 119 Einsätze gezeigt. Daher wird die Stadt die Arbeit der Feuerwehr auch weiterhin unterstützen und die erforderlichen Finanzen zur Verfügung stellen.
Im Anschluss an seine Ausführungen ernannte Grundwald des Rotenburger Kameraden  Christian Sippel zum Leiter der Atemschutzwerkstatt.

 

Landrat Dr. Koch

Dr. Koch bedankte sich ebenfalls für die Arbeit, besonders aber für die überörtlichen Tätigkeiten. Bei dem Brand auf Hof Liebenz (Bosserode) konnte er sich persönlich von der professionellen Arbeit überzeugen.

Nach seiner Ansprache konnte Dr. Koch eine außergewöhnliche Ehrung vornehmen. Matthias Gfrörer wurde mit der Sonderstufe des Goldenen Brandschutzehrenzeichens ausgezeichnet.

Weiterhin zeichnete er Thilo Hanstein, Bernhard Pfister und Dietmar Köberich mit dem goldenen Brandschutzehrenabzeichen aus.

 

Gäste haben das Wort

Als Gäste dankten Thomas Specht  (Kreisfeuerwehrverband) Tanja Dittmar (Kreisbrandinspektorin) Jonas Rudolf (CDU Fraktion) Bernd Spoelstra (Kreisjugendfeuerwehrwart)  den Kameradinnen und Kameraden für Ihre Arbeit.

 

Partner der Feuerwehr

Die  Firma AVIA Kurt Günther wurde von Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes mit der Auszeichnung Partner der Feuerwehr gewürdigt.

Die Firma Kurt Günther stellt seine Mitarbeiter die sich in der Feuerwehr engagieren für Einsätze frei und leistet damit einen großen Anteil zur Sicherstellung des Brandschutzes in Rotenburg.

Prokurist Markus Klöpfel und Feuerwehrkamerad Matthias Reim nahmen die Ehrung entgegen.

 

Anerkennungsprämien / Ehrungen

Weiterhin bekamen Rolf Apel, Daniel Wagner und Dietmar Köberich (Seifertshausen) Jens Mackel und Frank Hermstein (Lispenhausen) Andreas Schade, Roger Eckhardt und Christian Iba (Erkshausen) Andreas Ludwig (Braach) Jürgen Bettenhausen, Hartmut Brand und Rainer Mohr) Sascha Schellhase und Andreas Münscher (Rotenburg) Anerkennungsprämien von Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar überreicht.

Im Anschluss daran bekam Dittmar Küch die Floriansmedallie am Bande von Thomas Specht überreicht. Für ihre besonderen Leistungen erhielten Jörg Fleischhut und Dirk Riemenschneider die St. Floriansmedallie in Silber am Bande. 

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